„The U-Files“ Schnipsel-Geschichte von Michaela Rödiger

Hallo meine Lieben!

Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, gehöre ich zum #TeamEinhorn der Drachenmond Lesechallenge. Wir haben dort in den letzten zwei Wochen eine Leserunde zu „The U-Files: Die Einhorn Akten“ von Jörg Fuchs Alameda, erschienen im Talawah Verlag, veranstaltet. Als krönenden Abschluss haben uns einige der Autoren Schnipsel ihrer Geschichten zur Verfügung gestellt und jedes Teammitglied hat von uns eine Geschichte drumherum gesponnen!

Da Michaela keinen eigenen Blog hat, darf ich freudiger Weise ihren Beitrag als Gastbeitrag bei mir aufnehmen! Ganz viel tolles von ihr findet ihr hier auf LovelyBooks von ihr! 🙂 

Die Schnipsel der Autoren sind farblich hinterlegt und mit dem jeweiligen Autor gekennzeichnet! Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Ich habe mich gefreut Sabina und Wolfi kennen zu lernen! <3

 

Hey, Sabine bist du endlich fertig mit deinem Rucksack. Wir wollen heute noch los! Ist ja gut Wolfi du kannst es ja gar nicht mehr aushalten das wir zur Fledermaus Höhle kommen. Ich nehme meinen Rucksack und Schlafsack dann gehe langsam die Treppe runter, unten erwartet mich schon Wolfi, eigentlich Wolfgang in voller Montur. Wir kennen uns schon aus dem Sandkasten und irgendwann hat er den Namen Wolfi weggehabt und bis her hat sich nicht daran geändert. Er schaut mich an und ich druckse rum, müssen wir den in die Höhle rein dort gibt es doch bestimmt nichts außer Fledermausdreck. Jetzt stell dich nicht so an, meint Wolfi. Hast du deine Taschenlampe, Batterien, Wasser und Riegel mit. Den Schlafsack sehe ich ja schon. Ja alles Griffbereit incl. Fester Schuhe und einer Wetterfesten Jacke erwidere ich. Los geht es auch schon. Man merkt Wolfi möchte unbedingt die Höhle erforschen und will mich dabeihaben.

Hinter unserem Haus beginnt gleich der Wald der bis kurz vor die Höhle geht. Wir wollen kurz vor Mittag an der Höhle sein. Wir haben sie auf einer unserer letzten gemeinsamen Wanderung entdeckt. Aber leider nicht die nötige Ausrüstung mit. Da wir immer viel zusammen unternehmen sind wir schon ein eingespieltes Team. Wolfi geht an engeren Stellen voran ansonsten genießen wir einfach die Ruhe des Waldes und seine Geräusche.

Gegen Mittag kommen wir dort an und machen erst mal eine kleine Pause. Dann beginnen wir den Eingang zu betreten. Man hört leise Geräusche von der Decke und der Boden ist von Fledermausdreck bedeckt. Ich bin begeistert über den Geruch. Schon nach wenigen Metern müssen wir unsere Taschenlampen anschalten. Man kann sonst nicht sehen wohin man tritt. Wir kommen nur langsam weiter. Wolfi ist begeistert und philosophiert wie die Höhle entstanden ist und wie weit sie wohl führen mag. Mir ist das eigentlich schnuppe, solange der Gestank abnimmt und das hat er die letzten Meter gemacht. Es sieht aus als ob die Fledermäuse nur den vorderen Teil der Höhle benutzten würden. Man hört sie auch kaum noch.

Wir sind erstaunt als wird durch einen Engpass kommen und die Umgebung heller wird. An den Wänden befinden sich kleine Kristalle die Leuchten und wir können unsere Taschenlampen ausschalten. Es ist wunderschön und wir stehen staunend da. Langsam gehen wir weiter und genießen die Umgebung. Auf einmal packt Wolfi meine Hand. Was ist das dort hinten. Wo? Siehst du nicht das flimmern an der Ecke dort. Wir gehen näher, es sieht merkwürdig aus, nicht fest, wie ein Spiegel. Es ist wie eine gelartige Masse. Wolfi wird ganz aufgeregt und zieht mich näher. Mit seiner freien Hand stupst er vorsichtig an die Masse. Und ganz langsam schiebt er seine Hand durch, diese verschwindet vor unseren Augen komplett. Ich bin total erschrocken und ziehe ihn zurück. Die Hand ist unversehrt. Da Wolfi schon immer mutiger als ich ist, möchte er sofort durch dieses „Tor“ oder was es darstellt gehen. Ich bin geschockt und fragen ihn ob er sie noch alle hat. Wer weiß wo wir da landen? Er meint komm doch mit das ist bestimmt ungefährlich.

Wir diskutieren und ich lasse mich nach 15 Minuten überreden es wenigstens zu probieren. Langsam schreiten wir Hand in Hand durch das Tor. Man spürt nur ein leichtes Grübeln. Auf der anderen Seite sieht die Höhle genauso aus, nur dass das Gebilde hinter uns liegt. Siehst du war doch halb so schlimm meint Wolfi. Lass uns noch ein Stück weitergehen. Auch hier wachsen diese Kristalle an den Wänden. Ich habe ein mulmiges Gefühl im Bauch. Aber trotzdem gehe ich mit weiter. Es kommt wieder eine Engstelle und Wolfi geht vor. Und dahinter wird es auf einmal wird es richtig hell und die Höhle endet.
Wir stehen auf einem kleinen Plateau und vor uns breitet sich eine Welt aus wie wir sie nicht kennen und uns wird langsam klar das hier was nicht stimmt. Das Gelände vor uns fällt langsam ab und vor uns auf einer Weide stehen Einhörner. Das kann doch nicht wahr sein oder. Es sind keine Pferde und sie haben wirklich Hörner auf der Stirn.

In einiger Entfernung sieht man die Holzhäuser eines Dorfes und noch weiter weg eine Burg auf einer Anhöhe. Und die ist nicht verfallen. Aus den Schornsteinen der Häuser ist rauch zu sehen.

Wir sind beide geschockt, wo sind wir hier gelandet? Ich meine verängstigt: Lass uns zurück durch die Höhle gehen. Nein, wenn wir schon hier sind können wir uns das auch schon anschauen. Und du stehst doch auf Mittelalter und hast gemeint du würdest gerne mal ein paar Tage dort verleben. Schleppst mich auf jede Burg und jeden Markt in unserer Nähe. Jetzt hast du die Möglichkeit dazu und willst kneifen!

Er lässt mich los und geht einfach weiter. Langsam und vorsichtig folge ich ihm. Die Einhörner grasen einfach weiter und heben noch nicht mal den Kopf als wir weiter an ihnen vorbeigehen.
Auf einmal scheinen sie unruhig zu werden und es ertönt ein lautes surrendes Geräusch. Es scheint in unsere Richtung zu kommen. Die Einhörner setzen sich in Bewegung und traben davon.
Und wir starren in den Himmel. Es ist eine Drohne. Hier wo doch alles wie im Mittelalter wirkt. Wir setzen uns in Bewegung und rennen auf das Dorf zu. Langsam können wir Einzelheiten erkennen. Zwischen den Häusern befinden sich niedrige bröckelige Mauern und die Drohne kommt näher. Wolfi meint trennen wir uns und treffen uns im Dorf wieder und schon ist er weg. Ich beginne auch zu laufen und lande in den Ausläufern des Dorfes. Die Drohne scheint mir zu folgen. Warum auch immer. Die Mauern stehen weit verzweigt. Ich lief …….

Schnipsel 4: „Ich lief – was blieb mir auch anderes übrig. Um die Ecke, noch eine weitere, schließlich fand ich eine klaffende Lücke in der bröckeligen Mauer und schlüpfte hindurch. Sofort umschloss mich der modrige Duft alter, verlassener Gebäude. Das surrende Geräusch der T-14 Drohne kam näher und näher. Ängstlich presste ich mich in die hinterste Ecke und stellte das Atmen ein. Sie kam noch etwas näher“ (Valerie Kristin)

Mir wird klar ich werde die Drohne nicht los. Die klebt mir im wahrsten Sinne des Wortes am Hintern. Ich muss dich dem irgendwie stellen aber wie? Ich dreh mich rum und hebe meine beiden Arme an. In diesem Moment habe ich das Gefühl das mich durch die Füße in den Körper nach oben in Richtung Arme eine unheimliche Kraft durchfließt. Auf einmal schießt aus meinen Handinnenflächen je ein heller Strahl in Richtung der Drohne. Die hauchte binnen Sekunden ihr Leben aus.
Wie hatte ich das gemacht? Verfügte ich hier über magische Kräfte. Aber ich fühlte mich entsetzliche Müde.

Schnipsel 5: „Der Einsatz der Magie hatte noch etwas mehr an meinen Kräften gezehrt. Daher blieb ich weiter in dem muffigen Gebäude sitzen. Mit kindlicher Begeisterung beobachtete ich die kleinen Staubpartikel, die in dem kalten Sonnenstrahl, der durch ein Loch in der gegenüberliegenden Wand drang, tanzten. Sie reckten sich in die Höhe, sanken elegant wieder zu Boden, nur um erneut ihren Tanz zu beginnen. Hätte ich nicht etwas zu tun gehabt, ich wäre noch eine ganze Weile hier sitzen geblieben, aber ich wollte bald den Wald erreichen.“ (Valerie Kristin)

Auf einmal spricht mich eine Stimme an: Hier bist du. Wolfi den hatte ich irgendwie ganz vergessen. Er schaut mich an und die rauchenden Trümmer der Drohne. Ich sehe ihm die Frage, die er sich stellt, im Gesicht an. Ob ich das war oder was ist hier passiert.

Ich gebe ihm keine Antwort. Uns beiden sollte klar sein wo eine Drohne ist, da sind noch mehr. Wir müssen schnellstens zum Wald.
Wolfi murmelt leise vor sich hin, der betet tatsächlich zu Gott und bittet ihn um Reittiere oder ähnliches. Am besten ein Auto, alternativ eine Kutsche. Ich glaube es nicht und sehe ihn ungläubig an. Glaubst du hier wachsen Pferde auf Bäumen oder es steht ein Auto um die nächste Ecke, womöglich noch vollgetankt. Er betet inzwischen als schön weiter und ich höre wahrhaftig Hufgetrappel hinter mir. Wolfi beendet sein Gebet und dreht sich rum. Ich sehe nur sein ungläubiges Gesicht und höre wie er sagt:

Schnipsel 2: »Ist das dein Ernst?« Er deutete mit beiden Händen auf das Einhorn und starrte genervt gen Himmel. »Du schickst mir einen Gaul? Sind dir die verdammten Engel ausgegangen?« »Niemand schickt mich!« Das Tier näherte sich ihm und bewegte dabei die Lippen. »Ich bin wie Sie, edler Herr, nicht hier und nicht da.« (Jörg Fuchs, Alamenda)

Ich begrüße das Einhorn und nehme dann auf seinem Rücken Platz. Wolfi ist immer noch sauer aber sieht ein das es nicht anders geht. Er steigt auf und setzt sich hinter mich. Das Einhorn lässt sich vom Jammern und maulen von Wolfi nicht beeindrucken und setzt sich in Richtung Wald in Bewegung. Dieser kommt näher und wir sehen ein Wirtshaus am Rande. Ja etwas zu trinken wäre nicht schlecht. Wir steigen beim Wirtshaus vom Einhorn und der Wirt, ein nicht mehr ganz junger Mann, eher schon Alt bittet und in die Wirtsstube. Er fragt uns womit er uns dienen kann. Wir hätten gerne ein Krug voll mit Wasser vom Brunnen oder aber Milch bitte. Der Wirt verschwindet kurz und kommt uns dann mit einem Krug voller Milch entgegen. Wolfi fragt ist die Milch homogenisiert und pasteurisiert. Der Wirt schaut uns beide an als hätten wir nicht mehr alle Latten beieinander. Wolfi meint: ist mittlerweile auch egal und reißt dem Wirt den Krug aus den Händen.

Schnipsel 3: Er setzte den Krug an die Lippen und trank ihn mit einem Zug zur Hälfte aus. „Hast du Honig?“ Das Gesicht der Alten verfinsterte sich. „Ihr kommt, um mich zu töten, trinkt vorher meine Milch und verlangt noch Honig dazu?“ „So wie ich das sehe, hast du einen Auftrag für mich. Und der lautet: Findet den wahren Grund für das Verschwinden der Kinder. Bezahlen kannst du mich nicht, das sehe ich ebenfalls.“ (Matthias Ramtke)

Und dann die Äußerung von Wolfi! Habe ich dem das Hirn irgendwie vorhin mit verbruzelt? Aber es sollte noch toller kommen. Fängt der doch wahrhaftig an zu erzählen und ich sag euch ich stehe wie vom Donner gerührt da! Hier Wort für Wort was aus Wolfis Mund kommt:

Schnipsel 2: Abgesehen von diversen Reisen in die drei Nachbarstädte, denen er in seiner Funktion als Leibgarde des Königs von Ludvijen beigewohnt hatte, war er nie weit von den Mauern seiner Heimatstadt weggekommen. Da wollte er sich ganz gewiss nicht auch noch in seiner spärlichen Freizeit mit deren Belangen oder gar seiner Arbeit beschäftigen. Viel lieber sah er zu, wie über ihm eine Gruppe Schwalben durch die Lüfte tanzte und sich die Farbe des Himmels in aller Seelenruhe verdunkelte. Der schwarze Schatten, der für den Bruchteil einer Sekunde durch sein Sichtfeld huschte, entging ihm dabei gänzlich. Die sich ihm kurz darauf vom Waldrand aus nähernden, bedächtigen Schritte bemerkte er jedoch sofort, richtete sich verwundert auf und fand sich einem Wesen gegenüber, dessen Besuch ihm ausgerechnet jetzt unwillkommener nicht sein konnte. (Tanja Hammer)

Also jetzt glaube ich es nicht was erzählt er für einen Blödsinn. Ich komme da nicht mehr mit. Ich drehe mich um und will zum Einhorn zurückgehen. Ich komme allerdings nicht weit. Ich falle und schlage mir den Kopf an. Alles um mich rum wird schwarz…..

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Sabine wo bist du? Wir wollen doch zur Fledermaus Höhle heute. Bevor ich richtig wach bin steht er an meinem Bett. Sag mal du wolltest dich doch fertig machen nach dem ich dich per Handy wach gemacht habe?
Das muss ich wohl noch mal eingeschlafen sein.
Aber zur Höhle gehe ich heute nicht mit dir ……

Beteiligte Autoren waren:
Matthias Ramtke
Tanja Hammer
Joerg Fuchs Alameda
Valerie Kristin

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