Rückkehr der Engel – Marah Woolf – Rezension

»Lass mich nicht hier liegen.« Lange Wimpern senken sich über seine blauen Augen. »Bitte.«
Ein Engel, der um etwas bittet. Trotzdem kann das nicht sein Ernst sein! Wie stellt er sich das vor? Ich habe schon genug Probleme, da kann ich mir nicht noch einen Engel aufhalsen. Mit gesenktem Kopf stolpere ich davon und lasse ihn liegen.

Allgemeines

ISBN: 978-3748108689
Seitenanzahl: 384 Seiten
Format: E-Book und Print 
Erscheinungsdatum: 01.10.2018
Verlag: Selfpublisher

Handlung

Im Venedig der Zukunft ist alles anders. Die Technologie, die wir heute kennen, existiert nicht mehr. Die Stadt wurde von den Erzengeln und ihrem Heer besetzt und kontrolliert. Die Menschen sind nicht mehr frei, sondern unterstehen den Engeln.

Engel sind nicht einfach nur Legenden, sondern sind vor rund acht Jahren vom Himmel gestiegen und haben die Kontrolle an sich gerissen.

Moon versucht in dieser Zeit alles, um ihre Geschwister zu schützen und tritt dafür immer wieder in aussichtslosen Kämpfen gegen die Engel an. Sie darf ihr Vertrauen niemanden schenken. Doch dann findet sie einen verletzten Engel, der sie um Hilfe bittet. Wird sie über ihren Schatten springen? Sie kann doch keinem Engel vertrauen.

Meinung

Das erste Wort was mir beim Lesen dieses Auftaktbandes in den Sinn kam, war „Anders“. Aber in diesem Fall „anders“ – geil, gut, gelungen.

Marah Woolf hat eine neue Welt geschaffen, die sich auch nicht mit ihren vorherigen Werken vergleichen lässt. Sie ist düsterer, aber beweist genauso viel Tiefgang und Emotionen.

Die Protagonistin dieses Werkes ist Moon, ein Menschenmädchen, welches gerade volljährig geworden ist. Sie schlägt sich durch die schwere Zeit, allein um ihren Bruder und ihre Zwillingsschwester zu schützen und in Sicherheit zu wissen. Auch wenn dies bedeutet, dass sie immer wieder gegen die Engel antreten muss und ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt.

Cassiel, ein Engel, der in der Arena angetreten ist, verhält sich ihr gegenüber komisch. Er rettet ihr in der Arena zweimal das Leben und liegt dann selbst verletzt vor ihr und bittet sie um Hilfe. So etwas kennt Moon nicht. Ein Engel, der um Hilfe bittet. Doch eigentlich hat Moon bereits genug Probleme, soll sie nun noch einem Engel helfen und sich mehr Ärger aufladen?

Venedigt hat Marah sehr schön und vollstellbar gezeichnet. Wer bereits dort war, hat ein Bild von den Örtlichkeiten im Kopf. Auch wenn diese durch die Engel zerstört wurden, entstand in meinem Kopf ein Bild von dem „neuen“ Venedig. Ich finde die Schauplatzwahl sehr gelungen.

Moon selbst ist ein sehr willenssstarker und toller Charakter. Sie gefällt mir. Lucifer und Cassiel hingegen finde ich gerade durch die Undurchschaubarkeit sehr gelungen.

Das Ende ist ein Topper für sich. Mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet und wurde gleich doppelt überrascht. Ich bin also gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

Fazit


Rückkehr der Engel (Angelussaga 1) bekommt eine eindeutige Kauf- und Leseempfehlung von mir. Mir gefällt die Story, die Charaktere und auch die Szenerie sehr gut. Ich habe mir das Hardcover direkt noch bestellt, weil es im Regal einziehen muss. Die Geschichte ist nicht vorhersehbar und bringt ein bisschen Liebe, viel Mut und viele Emotionen mit sich.

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