Rezension: Roots of Life von Thalea Storm

Verlasse niemals das Haus! – Berühre nichts und niemanden! – Sieh auf keinen Fall in einen Spiegel!

Rezensionsexemplar

Allgemeines

ISBN: 978-1718199682
Seitenanzahl: 336 Seiten
Format: Ebook und Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 24.08.2018
Verlag: Selfpublisher

Handlung

Faye wächst unter strengen Regeln ihrer Mutter auf. Sie darf das Haus nicht verlassen, niemanden und nichts berühren und in keinen Spiegel schauen. Dies sind die wichtigsten Regeln ihrer Mutter.

So wächst Faye in kompletter Isolation auf, besucht keine Schule und ihr Leben ändert sich plötzlich. Ihre Mutter verschwindet und Faye muss umziehen nach Dunnet Hale zu ihren Verwandten.

Als ob dies nicht reicht, erfährt sie hier von einer neuen Gabe. Sie kann in die Seelen der Menschen schauen. Taron, einer ihrer Schulkameraden pfählt vor ihren Augen eine Schulkameradin und schleicht sich so in Fayes Leben. Auf der Suche nach Antworten für sich selbst, begegnen die beiden sich immer wieder.

Meinung

Völlige Isolation? Eine Mutter, die ihr Kind nicht berührt und alles nur um Schutz?

Aus dem Klappentext konnte ich mir diese Umsetzung nur schwerlich vorstellen, doch die Autorin hat es geschafft, dass man sich in Faye hineinfühlen konnte. Man hat ihre Emotionen erlebt und nicht nur einfach gelesen. Wie kann ein Mensch eine solche Situation ertragen?

Es sind scheinbar kleine Dinge des Lebens, die diese Situation erträglich machen und schon die kleinste Änderung reicht hier aus, um die Struktur völlig zersplittern zu lassen. Faye wird von einem fremden Mann am Bahnhof auf den Weg nach Dunnet Hale geschickt, allein. Sie wird genau in eine Situation geworfen, die ihre Mutter ein Leben lang verhindert hat. Wie schafft Faye es?Gefühlt zerbricht sie daran.

Sie schafft es jedoch und zeigt damit eine innere Stärke, sie kämpft. Ihre Tante erleichtert ihr das Leben nicht gerade, sondern verhält sich sehr abweisend ihr gegenüber. Kein wirklich toller Familienzuwachs.

Taron hingegen scheint das Spiegelbild von Faye zu sein. Er ist mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester wohlbehütet aufgewachsen. Er kennt seine Familiengeschichte und lebt diese. Gleichzeitig ist er seiner Schwester gegenüber sehr warmherzig und einfühlsam. Er akzeptiert nicht jede gegebene Struktur einfach, sondern hinterfragt diese auch. Er denkt – was seiner Familie und seinem Clan nicht immer Freude bereitet.

Die Begegnungen zwischen Faye und Taron sind einmalig, sie strotzen vor Energie und sind mysteriös. Ich konnte mehr sehr gut hineinfühlen. Die unterschiedliche Prägung der Fähigkeiten, gegeben durch die Familien. Geheimnisse und Berührungen, die ans Licht kommen.

Das Ende, tja. Was sage ich dazu am besten? Ich zitiere mich einfach mal selbst und zwar mit einem Posting aus unserer Bloggerfamilie, direkt nachdem ich das Buch beendet hatte:

Fazit

Mein Fazit? Grandios! Thalea hat sich selbst mit diesem Buch übertroffen. Sie hat großartige Persönlichkeiten geschaffen, eine mega Story und einfach viel Input, ohne dass das Gefühl aufkommt, dass man die Geschichte bereits kennt. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und kaufe schon jetzt eine neue Packung vom Herzenskleber, denn das wird mit Garantie wieder leiden!

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