Themenwoche „Gemeinsam gegen Einsam“ Leben mit psychischen Erkrankungen – Zwangsstörungen

Vor ungefähr einem Jahr hat Thalea Storm ihr Erstlingswerk „Löwenflügel veröffentlicht. Zu diesem Jubiläum veranstaltet Thalea gemeinsam mit uns, ihrem Bloggerteam, eine Themenwoche. „Gemeinsam gegen Einsam“ – Leben mit psychischen Erkrankungen.

Wir möchten auf verschiedene psychische Erkrankungen aufmerksam machen und ein wenig darüber aufklären oder diese aus verschiedenen Sichten beleuchten. In meinem heutigen Thema geht es um Zwangsstörungen.

Ich habe aber im Vorfeld eine Bitte und einen Hinweis. Für Betroffene:

Ihr seid nicht alleine <3

Ich selber habe Bekannte, die unter einer Zwangsstörung leiden und damit ihren Alltag gestalten müssen.

Doch was ist eigentlich eine Zwangsstörung? Der Name drückt schon relativ viel aus. Man hat einen zwanghaften Drang. Dieser wird in zwei Klassen eingeteilt. Einmal gekennzeichnet durch wiederkehrende unerwünschte Gedanken oder durch zwanghafte Handlungen, welche immer wieder wiederholt werden. Beide Klassen sind aber dadurch gekennzeichnet, dass der Betroffene weiß, dass die Handlung oder die Gedanken als übertrieben oder unsinnig erkannt werden. Es gibt einen kleinen Teil von Patienten oder Kinder, die diese Einsicht nicht haben und trotzdem an einer Zwangserkrankung leiden.

Normalerweise kennt jeder Mensch ein solches Verhalten, nur eben in einem normalen Maß. Sei es das mehrfache kontrollieren, ob das Auto verschlossen ist oder das Verschließen der Haustür. Dieses Verhalten generell ist noch nicht als krankhaft oder als Erkrankung einzustufen.

Nimmt die Häufigkeit dieser Handlung jedoch zu und beeinträchtigt das Leben und den Alltag des Betroffenen, dann ist es eine Zwangsstörung.

Zwangshandlungen sind auch in der Gesellschaft bekannt, werden jedoch selten als Krankheit akzeptiert. Die Betroffenen werden eher belächelt. Der Reinlichkeitszwang, der Kontrollzwang, Berührungszwang oder Ordnungszwang sind bekanntere Zwänge.

Der Reinlichkeitszwang prägt sich durch stark ausgebildete Hygiene aus, zum Beispiel häufiges Händewaschen und auch intensives. Der Kontrollzwang zwingt den Betroffenen dazu verschiedene Dinge ständig zu kontrollieren – sei es die Herdplatten, die Türschlösser oder das Dabeihaben von wichtigen Papieren.

Der Ordnungszwang, so wie es der Name bereits sagt, zwingt den Betroffenen bestimmte Ordnungsmuster einzuhalten, Ordnung generell zu halten und in einigen Ausprägungen auch bestimmte Ordnungsmuster für Anordnungen. Der Berührzwang kann sich in der Form äußern, dass der Betroffene bestimmte Dinge anfassen muss oder gerade gewisse Dinge nicht berühren zu können.

Ein weiterer bekannter Zwang ist der Zählzwang. Hierbei zählt der Patient fast alles. Sei es die Pflastersteine, Besteck, Teller oder oder…

Für einen Unbetroffenen ist es fast unvorstellbar wie ein solcher Zwang Einfluss nehmen kann. Lassen sich einige Zwänge, wie die Gedanken oftmals noch verstecken, so werden andere Zwänge schnell offensichtlich oder fallen auf, wenn man wo anders zu Besuch ist. Die Zwangserkrankung pausiert nicht für einen Urlaub oder hört auch, wenn man bei der Freundin ist. Diese können das Leben eines Menschen ganz stark beeinträchtigen und auch die Lebensqualität gen Null senken. Einige Patienten sind durch die Krankheit wie in einer Blase gefangen. Die Krankheit bestimmt das Leben und das Lebensumfeld.

Pixabay

Passend hierfür finde ich eine Reportage vom ZDF, welches drei Einzelschicksale unter die Lupe nimmt und verschiedene Formen der Zwangserkrankungen und deren Auswirkungen vorstellt! Man kann diese Erkrankungen im gewissen Maß behandeln, aber leider nicht komplett heilen. Die Therapie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und verspricht auch heute keinen zwingenden Erfolg! Zeigt Verständnis für diese Menschen und versucht Ihnen zu helfen und belächelt sie nicht nur!

Der Wochenplan:
27.12. Angststörungen
28.12. Depressionen
29.12. Zwangsstörungen
30.12. Multiple Persönlichkeitsstörung
31.12. Posttraumatische Belastungsstörung
01.01. Burnout
02.01. Essstörungen
03.01. Borderline Persönlichkeitsstörung

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