Das Aquarium von Franziska Lange

Buchvorstellung und Rezension

Das Aquarium von Franziska Lange ist im Dezember 2016 im SadWolf Verlag erschienen. Passend zum SADtember, und nein.. Ich habe mich nicht verschrieben, stellen verschiedene Blogger Bücher und Autoren als Aktion rund um den Verlag vor ?

Heute dürft ihr mit mir in den Roman von Franziska Lange schnuppern!

Das Cover ist eher schlicht gehalten. Es zeigt zwei deutlich getrennte Bereiche. Einmal das Wasser, wo eine männliche Figur drin treibt und eine Schicht darüber, wo eine Frau zu sehen ist. Diese beiden Figuren halten sich an den Händen und es sieht so aus als ob die Frau den Mann rausziehen will.

Klappentext

Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Aber: George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in seinem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Der Outsider hat seit Jahren das Haus nicht verlassen, er leidet unter Panikattacken und führt Selbstgespräche. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing. In sein abgekapseltes Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; das Letzte, was der Eremit gebrauchen kann. Lebenskünstler Paddy bringt Georges kleine Welt und sein autistisches Überlebenssystem komplett durcheinander – und dann ist da noch das trinkfreudige Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert … Eine Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.

Meinung

George passt also wunderbar zu uns, weil der Roman einfach in der heutigen Zeit spielt. Ich find seine Figur mega interessant, vor allem weil man nach und nach erfährt, was zu seiner Situation geführt hat. Die Geschichte drumherum oder auch seine Entwicklung steht für mich nicht im Zentrum des Romans, sondern mehr die Personen, die in sein Leben stolpern und dieses verändern.

Am Anfang bin ich etwas schwer in die Geschichte hereingekommen, dies wurde jedoch besser als Paddy in sein Leben kam. Wer mich von Anfang begeistert hat ist sein Kater Dr. Van Helsing. Schon alleine der Name hat mich schmunzeln lassen.

Die Schreibweise ist aus der Ich-Perspektive gewählt, sodass man immer mit George unterwegs ist. Dies fand ich anfangs sehr schwer. Seine Sätze sind teilweise sehr kurz abgehackt und zwischenzeitlich sehr verwirrt. Es passt jedoch zu seiner Figur sehr gut.

Der Titel und das Sinnbild des Aquariums ist sehr passend gewählt worden und wird beim Lesen auch deutlich. Klar, es wären auch andere Sinnbilder möglich gewesen, aber mir gefällt dieses gut.

Das Ende fand ich doch sehr überraschend, aber gleichzeitig traurig und schön. Man leidet mit George und freut sich mit ihm über seine Schritte.

Fazit

Insgesamt ist es ein sehr schöner Roman, mir persönlich gefiel die Schreibweise vom Stil nicht so. Dies ist aber mein rein persönlicher Geschmack und manchmal ist es leider so, dass Bücher einen persönlich nicht ansprechen. Weil dies aber an mir und nicht an dem Buch liegt, bekommt das Buch seine verdienten drei Feen. Wer Romane mag, die sich um Phobien, Ängste, aber gleichzeitig auch Freundschaft und Liebe drehen, wird sich wunderbar wohl fühlen mit diesem Werk.

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