#BookishWelcome2020 – Häusliche Gewalt

Und weiter geht es mit einem genauso ernsten Thema. Häusliche Gewalt und Gewalt in der Erziehung. Ihr wisst, dass ich selber eine Tochter habe, sodass auch dieses Thema natürlich präsent ist bei uns.

In diesem Beitrag verstecken sich zwei Themen, die aber gerade unter einem Dach auf aufeinander treffen.

In Frei für die Liebe wird die Protagonistin Ava von ihren Eltern seelisch und körperlich misshandelt. Daher bietet sich dieses Thema auf dem Silberteller an für einen Beitrag.

Häusliche Gewalt ist ohne jegliche Diskussion ein No-Go. Ich möchte euch hier auch keine Statistiken präsentieren, wo es besonders häufig oder heftig passiert. Mein Wunsch ist einfach, dass jeder Betroffene die Kraft hat oder entwickelt aus dieser Situation auszubrechen und sich Hilfe zu suchen. Ihr seid nicht allein! <3

Daher möchte ich eher ein wenig auf das Thema Gewalt in der Erziehung eingehen. Gesetzlich ist den Kindern eine gewaltfreie Erziehung garantiert. Doch ohne Härtefall – also blauen Flecken im Übermaß, gebrochene Knochen oder ähnlichen – kann einfach mal so überprüfen, ob ein Kind gewaltfrei erzogen wird. 

Als Gewalt killt für viele bereits der mahnende Klapps auf die Finger. Oder auf den Windelpo. Für andere ist erst ein „richtiger“ Schlag Gewalt.

Bisher habe ich kein Problem in diesem Thema gesehen. Dieses änderte sich aber als ich 2018 Mama wurde und somit auch dieses Thema mit meinem Mann besprochen worden ist. Wir sind beide von Anfang an gegen Gewalt gewesen.

Ja, es gibt Situationen, da weiß man sich nicht mehr zu helfen. Aber es gibt auch andere Wege als Gewalt. Da fällt mir eine Situation von letztens ein. Meine Tochter (sie ist 16 Monate alt) meinte mal wieder mich beißen zu müssen. Es passiert zum Glück sehr selten und sie kämpft mit den durchbrechenden Backenzähnen. Trotzdem ist ein Biss natürlich schmerzhaft und der blaue Fleck folgte sofort. 
Meine Reaktion? Kein Klapps auf die Finger oder auf den Po. Ich habe ihr ein Aua vermeldet, sie festgehalten und dann einmal meine Zähne vorsichtig an ihren Arm gedrückt. Es hat ihr nicht weggetan oder sonst was. Es war einfach ein wenig Druck. Dann habe ich ihr dazu erklärt, dass Beißen wirklich wehtut und sie es nicht machen darf. 
Ob es funktioniert? Temporär auf jeden Fall, permanent? Wer weiß das schon…  

Oftmals funktioniert Learning by Doing. Trotzdem wird meine Tochter nie in meiner Anwesenheit auf eine heiße Platte fassen, sich etwas Heißes überkippen oder oder… Vor solchen Dingen habe ich als Elternteil die Pflicht sie zu beschützen. Das versteht sie in diesem Alter noch nicht wirklich und da hilft kein Lernen…. 

Das Elternhaus sollte ein gewaltfreier Raum mit Liebe und Verständnis sein. Ich habe gelernt, dass man zusammen an den Erfahrungen und Dingen wächst, seine Grenzen zusammen testet und trotzdem am Ende des Tages glücklich zusammen kuscheln kann <3

Wie sieht ihr das? Gilt ein Klapps bei euch als Gewalt? Wo ist eure Grenze? 

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